Therapiebegleithund

Wenn du einem Tier die Liebe deines Herzen zeigst,
wird es dich täglich mit einer Fülle bedingungsloser Liebe beschenken.

(Sabina Pilguj)

© Foto: Sabina PilgujTiere, insbesondere Hunde haben mich schon seit meiner jüngsten Kindheit magisch angezogen. Die schwarze Cockerspanielhündin Peddy war der Hund meiner Tante und lebte mit in meinem Familienhaus.

Ich selber durfte nie einen eigenen Hund halten, da meine Eltern keine Hunde mochten. Dafür besaß ich aber viele andere Tiere: Kaninchen, Hühner, Wellensittich, Nymphensittich und viele Tiere, die ich irgendwo verletzt aufgesammelt hatte und gesund gepflegt habe. Meine Tieren konnte ich immer Vieles erzählen, sie waren meine „Seelentröster“. Hunde und Katzen zogen mich jedoch schon immer magisch an und ich fand immer eine Möglichkeit, mit Hunden fast täglich zusammen zu sein; Hunde (alle Rassen und Größen) mit denen ich Gassi ging, die Hunde meiner Tante Hilde (Schäferhund und Cairn-Terrier) und über viele Jahre betreute ich die Mischlingshündin unserer Nachbarn täglich nach dem Mittagessen bis zum Abend. Ich durfte die Hündin erziehen. Hunde spielten und spielen in meinem Leben immer eine große Rolle und begleiten mich. Mit Begeisterung hielt ich in der Schule ausführliche Referate über das Thema „Hund“. Von meinem Taschengeld kaufte ich Hundebücher, um mir noch mehr Wissen anzueignen. Eine große Faszination übte ein Afghanen-Rüde auf mich aus, mit dem ich manchmal spielen und laufen durfte.

Vor ein paar Jahren begann ich, mich intensiv für die Delfine und Ihre „Magie“ zu interessieren. Ich durfte den Delfinen ganz nah sein: zur Bewegungsstudie für meine Delfingeschichte im Delfinarium aber auch in ihrer Freiheit auf La Gomera. Ich spürte, was die Delfine mit mir und meiner Gefühlswelt machten und begann, mehr über diese Lebewesen zu lesen. Auf diesem Weg stieß ich auf das Buch von Kirsten Kuhnert „Jeden Tag ein kleines Wunder“ und mein Interesse an der Delfintherapie war geweckt. Über diesen Therapieansatz wurde ich auf die tiergestützte Therapie mit Hund aufmerksam, und war von diesem Thema sehr fasziniert. Wie der „Zufall“ es so wollte, zog schon kurze Zeit später unser Wuschelmix Benji bei uns ein. Wie sich sehr schnell herausstellte, sollte Benji ein großes Potential als Therapiehund haben.

Meine langjährige intensive Arbeit mit Kindern erleichterte mir die Integration meines Co-Therapeuten bei meiner Arbeit. Da es eine große Verantwortung mit sich bringt, Hunde als Co-Therapeuten einzusetzen bildete ich mich weiter fort.

u.a.  :

Seminar: Hundekommunikation und Körpersprache bei Martin Rütter
Ausbildung: Team-Balance mit Prof. E. Lind
Seminar bei Amelia Kinkade      
Fortbildung: tiergestützte Therapie bei Frau Dr. Prothmann und Team/ Uni Leipzig
sowie div. Vorträge und Kurzseminare über Hundeverhalten (Günter Bloch, Perdita Lübbe),
Tricktraining, Calming Signals etc.
Jagdverhalten bei Hunden, Michael Grewe 
Studium der Tierpsychologie (ATN) erfolgreich absolviert
Fortbildung bei G. Bloch
derzeitiger Tätigkeitschwerpunkt: siehe Dog Reläx, sowie das Training mit Galgo und Podenco; und unsicheren, ängstlichen Hunden

Benji wurde nicht nur im Grundgehorsam (VDH-Prüfung) überprüft, sondern auch auf seine Eigenschaft als Therapiebegleithund.

Benji ist ein wunderbarer Partner und Co-Therapeut, der es mir sehr erleichtert, Zugang zu den Herzen der Kinder zu bekommen. Bereits beim ersten Zusammentreffen von Hund und Kind bekomme ich schon Impulse, die mir helfen, das Kind ganz bewusst mit seinen evtl. Besonderheiten/Schwierigkeiten wahrzunehmen. Hunde in der Therapie bewirken manchmal eine richtige Magie, ganz besonders bei Kindern in schwierigen Lebenslagen, oder mit Einschränkungen. Es berührt mich immer sehr, wenn ich sehe, wie z.B. schwerstbehinderte Kinder beginnen, ihre verkrampfte Hand zu öffnen und wie ein Glucksen und Lachen ihr Sein erhellt – nur durch den Kontakt des wuscheligen Hundefells. Wie autistische Kinder beginnen intensiven Kontakt durch Sprache und Körper mit dem Hund aufnehmen. Kinder mit „ADS-Symptomen“ oder motorischen Defiziten, lernen sich klar verständlich zu machen, sich an Regeln zu halten und sich zu konzentrieren. Natürlich motiviert der Hund auch, die Geschicklichkeit, Motorik und das Selbstbewusstsein zu schulen. Manchmal ist der Kuscheltherapeut auch einfach nur der Seelentröster der Kinder, die in dieser schnelllebigen und leistungsorientierten Zeit einem sehr großem Stressfaktor ausgesetzt sind. Entspannung mit Hund lieben auch die Kinder in meinen Yogakursen. Benji ist auch manchmal am Yogaunterricht beteiligt: er würfelt dann und die Kinder führen anhand der Augenzahl auf dem Würfel die dazugehörige Yogaübung aus.

Hunde und Kinder haben eine sehr gute Verbindung – Hunde werten und bewerten die Kinder nicht, sie gehen ohne Vorbehalte auf die Kinder zu und nehmen sie so an wie sie sind! . Die Kinder spüren die offene und wertungsfreie Art der Hunde. Sie fühlen sich angenommen und öffnen sich mit ganzem Herzen dem Hund.

© Foto: Sabina Pilguj

© Foto: Sabina Pilguj

Kuschel- Zeit

Motorik- und Koordinationsübungen

© Foto: Sabina Pilguj

Die tiergestützte Therapie wirkt nicht an einem Symptom sondern auf vielen Ebenen. Die Therapie mit Hunden wird geschichtlich von im 8. Jahrhundert erwähnt. In Deutschland gibt es die ersten Aufzeichnungen Ende des 18. Jahrhunderts der Krankenanstalten „Bethel“. Sigmund Freud entdeckte auch die Vorzüge der Hunde in der Therapie. Als der seine Liebe zu den Hunden entdeckte, war ein Hund immer in seinen therapeutischen Sitzungen anwesend. 

Ich könnte an dieser Stelle noch so sehr viel über meine Erfahrungen und die bewegten Momente mit Kind und Hund schreiben, aber ich habe alles dokumentiert und werde die Schritte vom Weg eines Welpen zum selbstsicheren Therapiebegleithund – mit allen Ausbildungsschritten – demnächst veröffentlichen. Von meinen bewegtesten Erfahrungen werde ich dann berichten.

In Sommer 2006 zog ein zweiter Hund, - ein junger Podenco-Ibicenco - bei uns ein, der ebenfalls ein sehr großes Potential als sensibler Therapiehund in sich trägt.

© Foto: Sabina Pilguj
 Sabina und ihr Team, Dez. 06
Benji und Amigo haben beide Ihre VDH-Gehorsamsprüfung mit "sehr gut" absolviert.

Die Arbeit eines Therapiebegleithundes ist sehr anstrengend und der Hund muss sehr viel leisten. Deshalb brauchen gerade Therapiehunde sehr viel Entspannung und Massagen. Wichtig ist auch eine klare Kommunikation zwischen Mensch und Hund, damit das Verständnis eindeutig ist und der Hund korrekt handeln kann. Hier liegt der Grund in vielen Missverständnissen und viele Hundebesitzer klagen über „auffällig gewordene“ Hunde. Ein Hund kann nur so reagieren und agieren, wie sein Besitzer es ihm zeigt und mit ihm umgeht.

Mit DogRELÄX© möchte ich den Hundehaltern – aller Hunde – helfen, Stress abzubauen. Hundebesitzer sollen lernen klarer mit ihrem Hund zu kommunizieren, um Erziehungsprobleme zu vermeiden. Ein gestresster Mensch wird seine Anspannung in der Erziehung seines Hundes auf jeden Fall auf den Hund übertragen. Dies kann Hunde sehr verunsichern, ebenso wenn der Hundehalter in seiner Körpersprache und Ausdruckweise nicht eindeutig und bewusst agiert. Spezielle präventive Übungen und Massagen für den Hund verhelfen ihm zu Wohlbefinden und Entspannung und gleichzeitig intensiv die Bindung zwischen Hund und Mensch zu stärken.

Bei Fragen zu meiner Arbeit oder meinen Dog-Reläx-Seminaren senden Sie mir gerne eine e-mail


Eine spannende Kommunikation mit Wolf und Hund


 

 

 

Jeder Therapeut braucht auch einen „Seelentröster“:

Santo, mein Seelentröster aus Ibiza.

Santo wurde aus dem Müll der Sonneninsel Ibiza gerettet.
Er war mein erträumter „Traumkater“, weil ich mir einmal in der Phantasie ausgemalt hatte, vom Aussehen her genau so einen Kater wie Santo es war als Zweitkater aufzunehmen.
Auf Ibiza war er plötzlich vor mir – und ich nahm ihn mit.

In Deutschland wurde Santo sehr krank, so dass ich ihn im Hochsommer im Fleecepullover an meinem Herzen getragen habe, dass er Wärme und Ruhe fand.
So entstand eine tiefe Herzensverbindung.
Ohne meinen Herzschlag schlief Santo am Abend nicht ein – er forderte es ein, immer an meinem Herzen zu liegen. Manchmal für einen Moment, manchmal die ganze Nacht. 
Santo war mein Schatten, wo ich war, da war auch Santo.
Nur mein Sohn und ich durften mit Santo schmusen. Andere Menschen mied Santo, er vertraute Ihnen nicht.

Santo war mein Seelentröster.
Wann immer es mir emotional nicht gut ging, Santo war sofort da: er legte sich an mein Herz und fing an zu schnurren. Er war meine „blauäugige Klangschale“, die alle negativen Energien wegschnurrte. Hatte ich körperliche Beschwerden, Santo legte sich sofort auf diesem Körperbereich.
Er spürte alles.
Santo war mir manchmal sehr viel näher, als ich mir selber.

Wann immer ich konnte, gab ich Santo meine Dankbarkeit und meine Liebe über das liebevolle streicheln meiner Hände und meiner Energie.
Wenn er Schmerzen im Blasen-Nierenbereich hatte kam er sofort zu mir, drehte sich auf seinen Rücken und ich musste dann immer seinen Bauch streicheln.

Santo war ein Kämpfer und hat viele Klinikaufenthalte überstanden.
Aber am 8. Februar wollte er nicht mehr kämpfen.
Alles war anders und draußen schneite es – es war friedlich und still.
Ich spürte seine Veränderung.
Ich durfte meinen Seelentröster eine Nacht und einen halben Tag an meinem
Herzen halten bis er den Weg über die Sternenbrücke ins Regenbogenland betreten hat.

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vielleicht hat ihn ein weißes Einhorn getragen ...

Santos Blicke aus den tiefblauen Augen mit türkisfarbenem Sternenfunkeln werde ich niemals vergessen, und in meinem Herzen wirst du mich immer begleiten...

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Gute Reise auf deinem Seelenflug ...

 ....  und wenn nachts die Sterne leuchten, dann leuchtet ein Stern für uns Zwei.


09. Februar 2007    in tiefer Dankbarkeit für die intensiven 2 Jahre und 7 Monate.
 


 

Sabina Pilguj

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